****       Sapere aude!         ****        
                 
Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! – forderte der Philosoph Immanuel Kant vor mehr als 200 Jahren. Er hatte etwas viel von uns verlangt, aber  ein wenig  sollten  wir   ihm schon  entgegenkommen. Jeder auf seine Weise. Hier die meine.
 


ROMANE


Ich will keinen Autor mehr
lesen, dem man anmerkt, er
wolle ein Buch machen,
sondern nur jene, deren
Gedanken unversehens ein
Buch wurden.                                       Friedrich Nietzsche



 

Unversehens war es gerade nicht, dass da Bücher entstanden, dennoch die Gedanken  waren's , die zu Buche schlagen wollten. Gedanken, die ich schon immer mal gedacht habe, und von denen ich wollte, dass andere sie auch denken.







 

 

1. Der HirnGott

dr. ziethen verlag Oschersleben 2005. 295 Seiten, gebunden. ISBN 3-938380-04-7. 2., überarbeitete Auflage SichVerlag Magdeburg 2008. 277 Seiten, gebunden. ISBN 978-3-9811692-8-7. 3., überarbeitete Auflage Kindle Edition (eBook) 2014.








Ist Gott nur ein Produkt von Nervenzellen, ein "Hirngott", oder hat der Schöpfer unserem Gehirn die Fähigkeit verliehen, durch ein spezielles "Gottesmodul" etwa, um mit uns zu kommunizieren, für uns in den von ihm gewollten Grenzen begreifbar zu sein?


Um Wissenschaft wird in diesem Roman gefochten und um den Glauben, beide herausgefordert durch eine Revolution unseres Welt und Selbstverständnisses, deren Motor die Erforschung unseres eigenen Gehirnes ist.


Ein Hirnforscher, Professor an einer Uni, nimmt den Leser durch eine ausgetüftelte Handlung gefangen und lässt ihn wie im Nebenher erfahren, was man heutzutage vom Menschen und seinem Gehirn wissen sollte. Die Kirche bleibt im Dorf, indem der Glaube im Ringen um ein modernes Menschenbild durchaus nicht etwa brüskiert wird. So fängt das Ganze an: Gottwin Thomas Wisweh, Geschichtsprofessor mit einem auslaufenden Arbeitsvertrag, ärgert sich über seinen Instituts-Chef. Auf Revanche sinnend blättert er in einem Nachrichtenmagazin. Seitenweise Parteienstreit, Wirtschaftsprobleme, religiös motivierter Terrorismus und dann: "Gott, ein Hirngespinst?" Um den Siegeszug der Hirnforschung geht es in dem Artikel, um neue Einsichten in unseren Seelengenerator, um das "GottesModul". Als Thomas Wisweh das Heft zur Seite legt, ahnt er nicht, dass das Schicksal gerade dabei ist, seine Karten neu zu mischen. Und Aileen mischt mit. Buchhändlerin ist sie, intelligent, attraktiv. Sie weiß, wie sie ihren Tommy nehmen muss. Eine Parallelgeschichte gibt es, die von Hilmar. Überzeugt ist dieser, dass der Professor von Satan beherrscht wird und in dessen Auftrag steht, die Menschen von Gott abzubringen. Parallelen schneiden sich erst im Unendlichen, heißt es. In dieser Geschichte schneiden sie sich schon vorher.


Klappentext:
Generationen von Studenten ließen sich von Wolfs Vorlesungen inspirieren, viele anderen Menschen durch seine öffentlichen Vorträge. Als ambitionierten Forscher und Hochschullehrer beseelt ihn der Wunsch, zusammen mit möglichst vielen Menschen den ganz großen Fragen nachzugehen, und das ohne sich mit gängigen Schein-Antworten
zufrieden zu geben. Mit "Der HirnGott" hat Wolf einen Wissenschafts-roman vorgelegt, mit dem es ihm in einer faszinierenden und bislang ganz einmaligen Weise gelingt, das Spannungsfeld von Wissenschaft und Glauben in einer ausgesprochen unterhaltenden Form zu vermitteln.



2. Glaube mir, mich gibt es nicht!

1. Auflage Sich Verlag, Magdeburg (Sich-Verlagsgruppe Eschborn, Frankfurt am Main und Magdeburg) 2009, 361 S., Klappbroschur.
ISBN: 978-3-9812628-0-3.
2., überarbeitete Auflage Kindle Edition (eBook) 2015.













Alexander schwebt eine Weile über seinem eigenen Körper, und dann durchdringt er die Zimmerdecke. In der Wohnung über ihm findet er sich wie der. Es ist die von Felicia Ramin, einer attraktiven Theologin. In ihr findet er weit mehr als nur Ersatz für Birgit, seine bisherige Freundin. Doch irgendetwas kann mit Felicia „nicht stimmen“, hochmysteriöse Dinge passieren. Steht sie mit dem Teufel im Bunde, oder gar mit Gott persönlich? Oder ist es die magnetische Hirnstimulation, die Alexander in den Wahnsinn treibt? Er will an der Liebe zu Birgit fest halten, in Mehrfachbeziehungen hat er Übung. Mit Entsetzen aber wird er Zeuge einer sehr vertraulichen Szene zwischen ihr und seinem Freund Sebastian.


Ein Roman aus dem Universitätsleben über den Wahn und Witz unseres eigenen Denkens. Um Religion geht es und um Wissenschaft, namentlich um Hirnforschung. Und darum, wie man sich über all das streiten kann, geistvoll und augenzwinkernd. Wie natürlich ist das Übernatürliche? Ein Gottesmodul in unserem Gehirn, ist da was dran? Der Herrgott selbst beweist Humor und meint, ihn gäbe es gar nicht. Hier wie auch in seinem ersten Wissenschaftsroman, dem „HirnGott“ (2005, 2008, 2014),
verbindet der Autor Wissenschaft und Glauben mit einer packenden Geschichte einer Liebesgeschichte. Science Fiction, Zukunftsmalereien? Durchaus nicht: Es geht um den Kenntnisstand von heute. Und um dessen Grenzbereich ein Hochspannungsfeld, das mit subjektiven Gewissheiten, mit Hypothesen und Spekulationen gespickt ist.


3. Das Liebespulver

Mitteldeutscher Verlag Halle 2013. 296 S., Klappbroschur.
ISBN: 978-3-95462-096-8. Auch als eBook erhältlich (Kindle Edition).





Dr. Lucas Liebetrau hat ein Liebespulver erfunden. Es ist noch viel wirksamer als das natürliche Vorbild, das Oxytocin, landläufig als Liebes-oder Kuschelhormon bezeichnet, auch
als Treue- oder Vertrauenshormon. In den Kaffee oder Wein geschmuggelt, klappen Dates auf Anhieb, Ehekonflikte
werden im Handumdrehen beigelegt und Depressive finden zum Glück zurück. Natürlich ist die Pharmabranche an Lucas' Geheimnis interessiert, Terroristen sind es ebenfalls, aber auch die Laborantin Jessika und: Marion, die attraktive und beunruhigend gescheite Kollegin.

Wissenschaft ist humorlos, dieser Roman ist es nicht.


Sich ungeduldig umsehend, tastete Lucas nach ihrem Knie, das sich unter dem kurzen Rock weit vorgewagt hatte. Währenddessen saß Jessika wie eine Versuchsleiterin da – froh, weil der Test zu klappen schien, aber gelassen registrierend, was da so passierte. Nicht im Mindesten, dass sie sich seinem Drängen widersetzte, nein, sie ließ ihn lächelnd gewähren. In Lucas fing es zu kochen an, parallel arbeitete sein Verstand weiter: Es ist das Pulver! In meinem Gehirn haben sich die Rezeptoren mit dem Wirkstoff beladen, und nun sorgen die für ein Potpourri an Signalen. Was
in seinem Empfinden war denn nun echt und was manipuliert?


   Ein Liebespulver nicht einfach nur eines mit Viagra-Effekt, sondern eines, das innigliches Vertrauen stiftet und Menschen über ihre Herzen bindet? Klingt wie Science Fiction. Tatsächlich aber gibt es dafür, wie im Roman beschrieben, ein natürliches Vorbild: das Oxytocin. Ein Hormon, das in unserem Zwischenhirn von speziellen Nervenzellen produziert und von dort in die Hypophyse, den Hirnanhang, transportiert wird. Vor mehr als hundert Jahren wurde es von dem britischen Biochemiker Henry Dale in der Hypophyse entdeckt. Er erkannte das Oxytocin als den Stoff, der die Geburtswehen auslöst und die Absonderung der Milch in die Milchdrüsengänge bewirkt. Oxytocin hat einen molekularen Doppelgänger, das Vasopressin. Dieses übt seine hormonalen Wirkungen in erster Linie in den Nieren und den Gefäßwänden aus. Die beiden Hormone können aber mehr: Sie beeinflussen unser Verhalten. Vor allem ist es das Oxytocin, das in populärwissenschaftlichen Darstellungen Karriere gemacht hat. Ein zärtlicher Hautkontakt genügt, um Oxytocin ins Blut freizusetzen. Dem Menschen verabreicht, bewirkt das Hormon Zuneigung und Vertrauen. Umgekehrt mindern sich Anzeichen von Stress, Depression oder Autismus. Allerdings sind manche Befunde zur Verhaltenswirksamkeit umstritten. Hauptursache ist, dass das Oxytocin – wie auch das Vasopressin – vom Blutweg her nicht an die Wirkorte im Gehirn gelangt. Anders im Gehirn selbst, dort tragen Oxytocin führende Nervenfasern den Signalstoff auf direktem Wege an die Nervenzellen in den emotional wirksamen Hirnregionen heran. Geschluckt wirken die Hormone schon deshalb nicht, weil sie im Magen-Darm-Trakt verdaut werden.
   Auf Basis der natürlichen Vorlage einen Wirkstoff zu entwickeln, mit dem sich die Anwendungsprobleme umschiffen lassen, liegt auf der Hand. Lucas, der Held im Buch, hat es vorgemacht. Eine Fiktion zwar, jedoch im Bereich heutiger Möglichkeiten. Für viele wäre ein solches Präparat ein Segen, für die Menschheit insgesamt eher ein Fluch. Vielleicht wird die Formel in diesen Tagen in einem der Labore dieser Welt ausgeheckt? Oder die Wunderdroge liegt in geheimen Archiven bereit, wir wissen es bloß noch nicht? Das WAY267464, das von der Gruppe um Robert H. Ring in Princeton (USA) entwickelt worden ist und von dem im Roman gesprochen wird, könnte ein Schritt in diese Richtung sein – keine Fiktion, sondern seit 2007 U.S.-Patent! Warum bloß, fragt man sich, ist davon nichts mehr zu hören? Kriegte es da jemand mit der Angst zu tun?

 
 
 
 
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